16.05.2018

Der Ukraine-Konflikt und europäische Medien

Eine große Studie des Erich-Brost-Instituts zum Umgang europäischer Medien mit dem Ukraine-Konflikt ist jetzt in "Journalism" veröffentlicht worden.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Erich-Brost-Instituts unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Fengler sind gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam in den vergangenen Jahren der Frage nachgegangen, wie der Ukraine Konflikt in europäischen Medien abgebildet wird. Die 22 Wissenschaftler analysierten dazu im ersten Halbjahr 2014 Zeitungen aus 13 europäischen Ländern: aus Albanien, Tschechien, Deutschland, Litauen, den Niederlanden, Polen, Portugal, Rumänien, Serbien, der Schweiz und Großbritannien sowie der Ukraine und Russland.

Ein zentrales Ergebnis der Studie: Die Aufmerksamkeit in der Berichterstattung über den Konflikt unterscheidet sich in den untersuchten Ländern erheblich. Die Forscher führen das auf unterschiedliche geografische und kulturellen Nähe zur Ukraine, wirtschaftliche Verbindungen und fehlende redaktionelle Ressourcen in den Medienunternehmen zurück.

Im Vergleich zu anderen Studien fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Medien durchaus versucht haben, die Ereignisse einzuordnen und Hintergründe zum Konflikt zu liefern. Und das in vielen Ländern auch die Rolle der Medien in der Krise Thema der Berichterstattung war.

Neben Prof. Susanne Fengler waren Mariella Bastian, Janis Brinkmann und Marcus Kreutler vom Erich-Brost-Institut an der Studie beteiligt.